Akku-Triebzüge (BEMU – Battery Electric Multiple Units) gelten als zukunftsfähige Lösung für den klimafreundlichen Schienenverkehr, insbesondere auf nichtelektrifizierten Strecken.
Damit sie sicher und effizient betrieben werden können, benötigen sie hochverfügbare, exakt geregelte Ladeinfrastruktur mit intelligenter Steuerung und Netzrückwirkungskontrolle.
Überzeugende technische Basis für Ladeunterwerke
Mit TIBS liefert die F&S PROZESSAUTOMATION GmbH eine erprobte Systemplattform zur Realisierung von Ladeunterwerken für Akku-Züge. Dabei kommen insbesondere folgende Komponenten zum Einsatz:
Standards für Zukunftsfähigkeit
Wir sind nicht nur System- und Lösungsanbieter, wir bringen uns auch aktiv in die Standardisierung von Ladeinfrastrukturen für Akku-Züge ein. Etwa durch die Mitwirkung an Fachveranstaltungen wie dem Workshop „Ladeinfrastruktur für Akkumulatorzüge: Planung, Regelwerke und Betrieb“ im Februar 2025.
Mit unseren TIBS-Systemlösungen realisieren Netzbetreiber Ladeinfrastruktur, die auf die hohen Anforderungen im Bahnverkehr zugeschnitten ist: robust, steuerbar, netzfreundlich. Damit wird der Umstieg auf batterieelektrische Züge nicht nur möglich, sondern wirtschaftlich und nachhaltig umsetzbar.
Praxisbeispiel
Innovative Ladeinfrastruktur in Annaberg-Buchholz
Ein Highlight unserer TIBS-Systemlösungen ist die im Erzgebirge realisierte Ladestation am Bahnhof Annaberg-Buchholz Süd. Diese wurde im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit DB Energie, DB RegioNetz Infrastruktur, Rail Power Systems, dem Smart Rail Connectivity Campus und der TU Dresden umgesetzt.
Die Besonderheit: Die Anlage arbeitet mit der Landesnetzfrequenz von 50 Hz statt der üblichen Bahnfrequenz von 16,7 Hz. Dadurch entfallen aufwändige Frequenzumformer, was die Investitionskosten deutlich senkt. Dank ihres kompakten Designs konnte die Station platzsparend errichtet werden sogar ohne Planfeststellungsverfahren.
HistorieTechnische Details
- Die Infrastruktur wurde speziell für den Akkuzug-Typ Coradia Continental von Alstom entwickelt, der auf der Strecke Leipzig–Chemnitz eingesetzt wird.
- Auch Hochgeschwindigkeiten von bis zu 160 km/h im Akkubetrieb lassen sich mit dieser Lösung sicher unterstützen.
- In einer Versuchsphase werden die Wechselwirkungen zwischen Zug, Netz und Ladeeinrichtung erfasst und ausgewertet. Eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung.
Ich war ein alter Footer. Bitte lösch mich.